Die Idee des Salons

Gesellschaftlicher Begegnungsort,  Raum zum Ideenaustausch in privatem, doch weltoffenen Rahmen: Der Ursprung der Salonkultur wird bis in den Musenhof der Elisabetta Gonzaga (Sala delle Veglie in Urbino aus den Jahren 1503 bis 1508) zurückverfolgt. Wer eingeladen war, schätzte sich dieser Teilhabe am kulturellen Miteinander glücklich. Themen und Strukturen passten sich im Laufe der Jahrhunderte den Zeitläufen an, auch setzten berühmte Saloniéren wie Anne-Louise du Maine oder Julie de Lespinasse ihre eigenen Akzente.

Bis hin zu den gesellschaftlichen Salons des frühen 20. Jahrhunderts finden sich in ganz Westeuropa vielfältige, durch bekannte Personen initiierte kulturelle Aktivitäten, die mit ihren Salons einen Ort schufen, an dem Menschen zusammenkommen und sich gemeinsam Themen jedweder kultureller Ausrichtung widmen konnten – sei es Musik, Literatur, Politik, Wissenschaft, Konversationskunst oder Gesellschaftspiele.

In dieser digital geprägten Zeit gilt vielen das Internet als ein solcher Ort des Austausches. Dennoch bleibt die Idee der physischen Begegnung, des realen Gesprächs auch heute wichtig. Die Erfahrung einer Einladung, eines freundlichen Empfangs und eines gebotenen Kunstgenusses pflegt die kulturelle Entwicklung.

In dieser Tradition etabliert sich der Musiksalon Tomo – Confluentes. Der Salon bezieht sich in seinem Namen „Confluentes“ – zusammenfließend – auf die alte lateinische Bezeichnung für die Stadt Koblenz, die genau an dem Ort errichtet wurde, an dem die Mosel in den Rhein mündet. Die harmonische Kraft der sich verbindenden Flüsse soll auch in der Musik spürbar sein.